Was ist ein Lungenemphysem?
- Um zu verstehen was da nicht richtig funktioniert, machen wir einen kleinen Ausflug in die Welt des Sauerstoff und der Lungenbläschen, um zu erfahren warum wir überhaupt atmen. Wie wir alle wissen, braucht unser Körper Energie umso zu funktionieren wie er es tut. Wissenswertes an dieser Stelle. Unser Gehirn verbraucht fast 80% des eingeatmeten Sauerstoffes.
- Diese Energie erzeugt unser Körper aus der Nahrung, in der Zucker enthalten ist und dem Sauerstoff, sowie einiger chemischer Prozesse. Die chemischen Prozesse lassen wir hier außer Acht. Was wir auch schon mal alle gehört haben, ist die Verbrennung. Meist sagt man „der hat aber eine gute Verbrennung“ usw. Um aus dem Zucker Energie zu gewinnen, wird er verbrannt (also jetzt kein offenes Feuer, sonst würden wir alle als Fackeln herum laufen), dazu braucht es den Sauerstoff. Diesen Sauerstoff atmen wir über unsere Lunge ein.
- Die Lungenbläschen nehmen diesen eingeatmeten Sauerstoff über ihre kleinen Blutgefäße auf und geben ihn an die großen Blutbahnen in unserem Körper weiter. Die Blutbahnen verteilen den Sauerstoff an die einzelnen Zellen in unserem Körper, wo dann in jeder Zelle durch die o. g. Verbrennung die Energie hergestellt wird. Daraus resultiert unsere Körpertemperatur und auch, dass wir unseren Körper benutzen können, so wie wir es gewohnt sind. Z. B. ein Glas mit der Hand vom Tisch aufnehmen. Bei dieser Verbrennung entsteht das gefährliche CO2. Dieses CO2 wird von den großen Blutgefäßen aufgenommen und wie der Sauerstoff transportiert, jedoch diesmal in Richtung Lunge. Die Blutgefäße übergeben das CO2 an die Lungenbläschen und diese geben es an die Lunge ab, die es dann ausatmet.
- Durch Schadstoffe von außen werden die Lungenbläschen geschädigt, verlieren ihre Elastizität und die „Trennwände“ lösen sich auf. Das Gewebe der Lungenbläschen ist somit nicht mehr ausreichend in der Lage Sauerstoff aufzunehmen und CO2 abzugeben. Der Gasaustausch ist gestört. Nun kann man sich bei Schädigung vieler Lungenbläschen vorstellen, das aus vielen kleinen Bläschen, große Blasen werden, die sich mit Luft füllen und sich durch die verlorene Elastizität nicht mehr so gut zusammenziehen können. Dadurch verbleibt zuviel Luft in den Blasen und die Lunge überbläht. (Daher auch der Name „Blählunge“). Ähnlich wie bei einem Luftballon, der aufgeblasen wird, bildlich gesehen.
- Das hat zu Folge, dass die Ausatmung der Luft sehr erschwert ist, oder sogar teilweise ganz aufgehoben ist. Nicht nur, dass diese große Blasen nicht richtig funktionieren, sie stören durch die Überblähung die anderen Lungenbläschen an ihrer normalen Funktion.
- Nun kann man sich vorstellen, wenn das geschieht, das der erkrankte Mensch bei Bewegung in Atemnot gerät. In der Lunge sind zwar fast 300 Millionen Lungenbläschen, aber je weiter sich das Emphysem aufbläht, desto weniger können am Gasaustausch teil nehmen.
- Weiterführende Informationen zu diesem Thema, finden sie im geschlossenen Bereich. Dazu ist eine kostenlose Registrierung notwendig, die sie auf der Startseite vornehmen können. Im geschlossenen Bereich können sie sich über diese Erkrankung per Mailingliste, Forum oder Chat austauschen.